„Dienst der Feuerwehrleute ist unbezahlbar“

Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Blomberg dürfen sich über ihr neues Feuerwehrhaus freuen. Zwar steht das neue Gebäude schon seit anderthalb Jahren und wurde im Frühjahr 2020 bezogen, aber die offizielle Einweihung stand Corona-bedingt noch aus.

Jetzt war es so weit: Am Samstag kamen Vertreter aus Rat und Verwaltung der Samtgemeinde Holtriem, des Landkreises Wittmund, der Feuerwehren und aus Blomberger Vereinen zusammen. Sie alle würdigten die neuen Räumlichkeiten im Gewerbegebiet, die laut Samtgemeindebürgermeister Jochen Ahrends ausreichend Platz für die Feuerwehrfrauen und -männer und die geforderte technische Ausstattung mit Fahrzeugen bieten.

Zusammenarbeit

Das ehemalige Feuerwehrhaus an der Hauptstraße sei laut Samtgemeindebürgermeister schon vor einigen Jahren zu klein geworden. Gerold Janssen, der ehemalige Ortsbrandmeister, habe 2014/2015 den Neubau bei der Samtgemeinde Holtriem beantragt, sagte Ahrends. Daraufhin kam der Stein ins Rollen: 2018 erwarb die Samtgemeinde das Grundstück und nach den erforderlichen Genehmigungen wurde Anfang 2019 mit dem Bau begonnen. Im vergangenen Frühjahr wurde das Haus mit Arbeitsräumen, Fahrzeughalle, Toiletten und neuer Küche fertiggestellt.

„Wenn wi wat hebbt, denn spreekt wi mitnanner“, ließ Gerold Janssen die Bauzeit Revue passieren. Und so war es auch: Mit der für den Bau zuständigen Firma Heinz Helmerichs GmbH aus Horsten sei man gut ausgekommen, lobte Janssen die Zusammenarbeit. Jochen Ahrends dankte darüber hinaus Sven Bünting vom Architektur- und Ingenieurbüro „3ing“ für die guten Planungen.

Nachwuchs

Der Samtgemeindebürgermeister ist froh und dankbar über das „schöne und zukunftsweisende Domizil.“ Und Holtriem investiert weiterhin in die Feuerwehren: Als nächstes steht der Neubau in Westerholt an. Aber die Gebäude seien nicht brauchbar ohne die Menschen, die sie mit Leben füllen und die Leben retten. „Danke, dass ihr immer zur Stelle seid“, sagte Ahrends an die Mitglieder aus Alters- und Jugendabteilung und an die aktiven Retter gewandt.

Das sieht auch Landrat Holger Heymann so. „Der Dienst unserer Feuerwehrleute ist unbezahlbar“. Dem schlossen sich in ihren Reden die Gäste an, darunter Bürgermeister Werner Ihnken, der Kirchenvorstand und die Vertreter der Feuerwehren für die Region.

Bei einem Rundgang durch die Räumlichkeiten zeigte Ortsbrandmeister Eike Janssen den neuen Fahnenkasten im Eingangsbereich, den die Tischlerei Suntken mit Elementen des alten Kastens gebaut hat. Und so bewahrt sich das neue Feuerwehrhaus auch ein bisschen Nostalgie – Erinnerungen an vergangene Jahre. Auch das ehemalige Feuerwehrhaus ist weiterhin mit der Feuerwehr verbunden – die Krippe, die das Haus bezogen hat, nennt sich „Kleine Feuerwache“, sagte Jochen Ahrends erfreut. Damit könne die Nachwuchsgewinnung weitergehen.

Das Feuerwehrhaus in Zahlen

5 Jahre dauerte es von der Planung bis zur Umsetzung.

51 Aktive retten, bergen, löschen und schützen Mensch und Tier in Not.

1,9 Millionen Euro hat der Bau des Gebäudes in Blomberg gekostet.

620 Quadratmeter umfassen die neuen Räumlichkeiten.

Sebastian Sonnen

Sebastian Sonnen

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