Dank für „außergewöhnliche Leistungen“

„Wir wollten vor die Einsatzlage kommen“, erklärt Oliver Hemken, Sprecher der Kreisfeuerwehr Wittmund, die Strategie. Nachdem der Deutsche Wetterdienst am Freitag erklärt hatte, dass die stärksten Orkanböen mit rund 140 Stundenkilometern gegen 22 Uhr über den Landkreis fegen würden, hat der Führungsstab der Feuerwehren entschieden: Alle 24 Ortsfeuerwehren wurden alarmiert und besetzen um 19.30 Uhr die Feuerwehrhäuser. „Dabei ging es auch um die Sicherheit der Kameraden“, sagt Hemken. So sollte verhindert werden, dass sie sich auf dem Weg zum Feuerwehrhaus selbst in Gefahr begeben.

• Alarmierung geändert

Die Alarmierung wurde am Freitag umgestellt. Die Kooperative Regionalleitstelle Ostfriesland in Wittmund hat nicht mehr für jeden Einsatz die jeweilige Ortsfeuerwehr alarmiert, sondern der technischen Einsatzleitung, die sich bei der Feuerwehr Ochtersum eingerichtet hatte, Bescheid gegeben. Von dort wurden die Alarmmeldungen an die jeweiligen Einsatzleitwagen der Stadt- und Gemeindefeuerwehren weitergeleitet. Diese arbeiteten die Einsätze dann selbstständig ab. Dieses Vorgehen sollte die Leitstelle entlasten, wie Hemken sagt. Bis 1.30 Uhr am Samstag sei so verfahren worden. Dann wurde wieder umgestellt.

„Alle Kameradinnen und Kameraden haben wirklich außergewöhnliche Leistungen erbracht“, lobte Kreisbrandmeister Friedhelm Tannen am Sonntag auf Instagram. Regierungsbrandmeister Erwin Reiners bedankte sich bei den rund 10.000 Einsatzkräften in den mehr als 170 Feuerwehren in Ostfriesland. „Die Feuerwehren Ostfrieslands haben ihre Schlagkraft abermals unter Beweis gestellt“, so Reiners. Eine längere Verschnaufpause gab es für die Feuerwehren nicht. Am Sonntag klopfte Sturmtief „Antonia“ bereits mit ersten Alarmen an.

Sebastian Sonnen

Sebastian Sonnen

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