Wenn es brennt, kommt die Feuerwehr und löscht mit Wasser. Eine Erkenntnis, die seit Jahrzehnten bestand hat und auch weiterhin Gültigkeit trägt. Als Problem erweist sich aber immer mehr die Verfügbarkeit von Wasser. Die Ursachen dazu sind vielfältig. In neu errichteten Baugebieten werden nur noch Leitungen mit geringerem Durchmesser verlegt. Das reicht für die Haush

Feuerwehr und Landwirte Holtriem II

alte, jedoch nicht für die Feuerwehr im Brandfall. Ein weiteres, schwerwiegendes Problem sind Vegetationsbrände. Böden und Gräser trocknen in heißen Sommern aus und sind so anfällig für Flächenbrände. 

Um diesen Problemen entgegenzuwirken möchte die Feuerwehr neue Wege beschreiten und hat nach alternativen gesucht, um große Wassermengen an die Einsatzstelle zu bekommen. In den Feuerwehrautos der Samtgemeinde Holtriem können ingesamt 5.000 Liter transportiert werden. Für den ersten Moment ist dies auch ausreichend, eine zweite Welle wird aber zeitweise benötigt. Als Partner konnte die Feuerwehr nun aber die ansässigen Landwirte gewinnen. Knapp 20 haben sich im Samtgemeindegebiet dazu bereit erklärt, im Einsatzfall sich und ihre Gerätschaften gewinnbringend einzusetzen. image.jpeg

Nach telefonischer Anfrage werden mit einem Güllefass dann bis zu 18.000 Liter zur Einsatzstelle gebracht und von dort mit Feuerwehrpumpen verarbeitet. Im Pendelverkehr ist so an nahezu jedem Ort ausreichend Wasser verfügbar. Den Weg frei für dieses Projekt hat auch das Land Niedersachsen gemacht. So gibt es jetzt Regelungen, die es den Landwirten erlauben Wasser aus Gewässern zu entnehmen. Auch müssen sie für die Aufgabe kein Mitglied der Feuerwehr sein oder werden.