Der Rettungsdienst, das Deutsche Rote Kreuz sowie die Feuerwehren aus Sandhorst, Westerholt, Ochtersum und Schweindorf kamen ‪am Donnerstagabend‬ zusammen, denn die Funkmeldeempfänger meldeten einen schweren Verkehrsunfall: Drei Autos kollidierten im Gewerbegebiet in Westerholt mit insgesamt sechs Insassen. Was als Einsatzübung von Daniel Moeller, Dennis Kerker und Henry Hollwedel ausgearbeitet wurde, konnte durch die Verletztendarsteller des Jugendrotkreuz Kreisverband Aurich sehr realitätsnah dargestellt werden. Ankommende Rettungskräfte fanden zum Teil schwer verletzte Patienten in den deformierten Fahrzeugen vor. Einige waren eingeklemmt. In enger Zusammenarbeit mussten Rettungsdienst und Feuerwehr die Einsatzlage abarbeiten. Viel feuerwehrtechnisches Material wurde benötigt, um an allen Fahrzeugen gleichzeitig zu arbeiten. Dafür war neben den örtlichen Feuerwehrfahrzeugen aus Holtriem, der Rüstwagen und ein Mannschaftstransportfahrzeug aus Sandhorst vor Ort. 

VUUebungWesterholtGewerbegebiet

Was vor kurzer Zeit noch als Ausnahme galt, soll nun vermehrt passieren: Feuerwehren rücken auch zu Einsätzen in Nachbarlandkreisen aus, um dort zu unterstützen. Um diese Möglichkeit in Zukunft effektiv nutzen zu können, muss ausgiebig geübt werden. 
Neue Ressourcen werden entdeckt, Abläufe müssen angepasst und die Kommunikation aufeinander abgestimmt werden. Es ist also in diesem Hinblick noch ein weiter Weg zu gehen, aber mit dieser Übung ist ein erster Anfang gemacht. 

Alle Einsatzkräfte konnten die Einsatzstelle am Donnerstag mit einem guten Gefühl verlassen. Lücken konnten aufgedeckt und über Problemlösungen diskutiert werden. Der Übungszweck wurde damit umfassend erfüllt. 

Um Übungen in dieser Größenordnung veranstalten zu können, ist einiger organisatorischer Aufwand nötig. Seine Anerkennung dafür sprachen nicht nur Samtgemeindebrandmeister Ingo Kruse aus, sondern auch Samtgemeindebürgermeister Jochen Ahrends, der als oberster Dienstherr stolz auf die große Anzahl der anwesenden Feuerwehrleute blickte. Die Feuerwehren sind dabei aber auch auf externe Hilfe angewiesen. Die Fahrzeuge, die nach der Übung völlig zerstört waren, haben die Unternehmen Büttner aus Sandhorst und das Autohaus Dübbel aus Esens unentgeltlich zur Verfügung gestellt. 

Der Organisatorischer Leiter Rettungsdienst des Landkreises Wittmund, zwei Rettungswagen des Landkreises Aurich sowie drei Einsatzfahrzeuge der DRK Bereitschaft Aurich machten die Übung auch aus rettungsdienstlicher Sicht zu einem Highlight. Die Anzahl der Verletzten und die Schwere der Verletzungen können nur mit einem hohen Ausbildungsniveau erfolgreich versorgt werden. Dies haben alle an der Übung teilgenommenen Rettungskräfte im vollen Umfang nachgewiesen. Im Feuerwehrhaus in Westerholt warteten zum Abschluss noch leckere Bratwürste für alle Übungsteilnehmer gesponsert durch Kerker's Smoke&BBQ.