Die Differenzen um die mögliche Schließung eines Standorts sind’ endgültig beendet.

WESTERHOLT. (wja) Der gemeinsamer Wille, das Feuerwehrwesen in Holtriem voranzubringen und die Querelen des vergangenen Jahres endgültig auf sich beruhen zu lassen, war allen Anwesenden bei der offiziellen Ernennung der neuen Führung des Samtgemeindekommandos der Feuerwehr Holtriem deutlich anzumerken. So waren neben den einzelnen Ortsbrandmeistern, dem Samtgemeindebürgermeister Jochen Ahrends und seinem Stellvertreter im Amt, Gerhard Schuster, auch einige Ratsherrn anwesend. Nach einer von Politik und Verwaltung angeschobenen Debatte um eine mögliche Fusion der Ortswehren Schweindorf und Ochtersum trat Holger Multhaupt im vergangenen Jahr von seinem Amt als Samtgemeindebrandmeister zurück.

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Jochen Ahrends (r.) beglückwünscht den Samtgemeindebrandmeister Ingo Kruse. Neben Kruse stehen seine beiden Stellvertreter Holger Adreesen (l.) und Dieter Dirks.

Schnell einigten sich das verbliebene Samtgemeindekommando und die Führungen der einzelnen Ortsfeuerwehren darauf, dass der bis dato als Multhaupts Stellvertreter agierende Ingo Kruse die vakante Position übernehmen soll. Einher erging aufgrund des öffentlichen Drucks in den politischen Gremien der Beschluss, von einer Standortfusion zunächst Abstand zu nehmen sowie die weitere Entwicklung in Ochtersum und Schweindorf abzuwarten. Außerdem kamen Politik und Verwaltung dem Wunsch der Floriansjünger nach, den Samtgemeindebrandmeister zukünftig mit zwei Stellvertretern auszustatten. Als personelle Vorschläge kamen aus den Kreisen der Feuerwehr hierzu Dieter Dirks, Ortsbrandmeister in Ochtersum, und Holger Andreesen, Mitglied der Feuerwehr Westerholt.

Nachdem der Holtriemer Samtgemeinderat bereits Ende des vergangenen Jahres für das neue Führungstrio votierte, erfolgte vorgestern Abend nun die offizielle Ernennung von Kruse, Dirks und Andreesen durch den Samtgemeindebürger im Westerholter Rathaus. Dabei lobten die einzelnen Redner zunächst das Engagement vom Ehrensamtgemeindebrandmeister Lüke Freese, der als Mediator in den vergangenen Monaten erfolgreich zwischen der Politik und der Feuerwehrführung vermittelte. „Ich wünsche mir für die Zukunft, dass so eine Krise nicht mehr vorkommt. Wir sollten miteinander sprechen und nicht übereinander“, so das Fazit von Freese.

Von Seiten der Politik betonte der SPD-Fraktionsvorsitzende Hinrich Möhlmann, dass alle gewillt seien, die Holtriemer Feuerwehren wieder nach vorne zu bringen. Man müsse jetzt im Interesse der Bevölkerung wieder zusammenfinden. Holger Weers bezeichnete als Sprecher der CDU/FDP-Gruppe das Samtgemeindekommando als Bindeglied zwischen Verwaltung und Feuerwehr. Nun gehe es darum, bestehende Feuerwehrhäuser zu renovieren oder bei Bedarf neu zu errichten.

Bezüglich des letzteren Punkts gab der Samtgemeindebürgermeister bekannt, dass sich die Samtgemeinde eine Fläche im Blomberger Gewerbegebiet als Standort für ein neues Gebäude der Blomberger Feuerwehr ausgeguckt habe. Man habe sich in den umliegenden Gemeinden nach einem passenden Modell für das Haus umgesehen und sei in Tannenhausen fündig geworden. Ahrends: „Das Gebäude der Tannenhausener Feuerwehr hat eine Größenordnung, wie wir uns das auch für Holtriem vorstellen.“ Der Samtgemeindebürgermeister ging davon, dass in Blomberg in diesem Jahr der erste Spatenstich erfolgt.

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