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Am Samstag, den 10. Februar 2018, fand die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Westerholt/Nenndorf statt. Kameradinnen und Kameraden der Einsatzabteilung und der Altersabteilung, sowie zahlreiche Gäste aus Politik und Verwaltung, der Feuerwehrführung und anderen Hilfsorganisationen sind der Einladung des Ortsbrandmeisters, Bernd Horn, gefolgt.

Eine Flut von Beförderungen ist auf eine engagierte Leistung und hohe Lernbereitschaft der ganzen Mannschaft zurückzuführen, so Bernd Horn in seinem Bericht. Dafür sprach er seinen ausdrücklichen Dank aus, auch an alle externen Förderer.
Das Ergebnis dieser Arbeit stelle sich besonders im Einsatzfall heraus: Vier Kleinbrände, ein Mittelbrand und ein Großbrand konnten erfolgreich abgearbeitet werden. Bei mehreren alarmierten Verkehrsunfällen musste glücklicherweise kaum oder gar nicht eingegriffen werden.
Zehn Frauen und 40 Männer stehen in Westerholt im Einsatzfall zur Verfügung, das sind so viele wie noch nie. Besonders ist hierbei auch der Altersdurchschnitt von knapp 32 Jahren zu erwähnen.
Horn hat auch deutlich gemacht, dass die Feuerwehr in Westerholt nicht an der im vergangenen Jahr geführten Diskussion zwischen Feuerwehr und Verwaltung festhalten will, sondern positiv und erwartungsvoll in die Zukunft blickt.
Dafür hat er auch schon einiges in Planung: Mit Hilfe eines Tablets sollen Informationen über die Sicherheitseinrichtungen aller Fahrzeuge für die Feuerwehr zugänglich werden, auch während der Einsätze. Technisches Rettungsgerät soll auf den neusten Stand gebracht und die Löschwasserversorgung an wachsende Infrastruktur angepasst werden.

Samtgemeindebrandmeister Ingo Kruse, der seit dem 01.01.2018 im Amt ist, blickte auf ein einsatzreiches Jahr 2017 zurück. Auf Ebene der Samtgemeinde Holtriem mussten 78 Einsätze durch die Wehren abgearbeitet werden. Positiv daran: Kein Feuerwehrmitglied wurde im Zuge der Einsätze ernsthaft verletzt. Die Samtgemeindefeuerwehr Holtriem leistete rund 19 000 Stunden ehrenamtliche Arbeit für die Sicherheit der Bürger Holtriems, so Kruse. Außerdem betonte er die vielen zusätzlichen Funktionen, die die Holtriemer Feuerwehrmitglieder auf Landkreisebene bekleiden und den daraus resultierenden Vorteilen für die einzelnen Feuerwehren in Holtriem. So möchte Kruse in naher Zukunft Gespräche mit dem Landkreis Wittmund und der Samtgemeinde Holtriem führen, um den Einsatzleitwagen 2 (aktuell in der FTZ Wittmund untergebracht) in Holtriem zu positionieren, da dieser fast ausschliesslich durch Holtriemer Wehrleute besetzt wird. Herausstechend in den Danksagungen von Kruse war der Einsatz des Kriseninterventionsteams des Landkreises Wittmund nach dem Verkehrsunfall des Tanklöschfahrzeugs der Feuerwehr Dornum im Januar diesen Jahres.

Die wahlberechtigten Mitglieder stimmten auch dem Beschluss der Gründung einer Kinderfeuerwehr in Westerholt einstimmig zu. So steckt Erwin Reiners, stellvertretender Kreisbrandmeister, große Hoffnungen in die Inklusion einer weiteren Abteilung in Westerholt und natürlich auch anderen Feuerwehren des Landkreises Wittmund, um die Mitgliederzahlen weiter aufzustocken und langfristig die Leistungsfähigkeit der Feuerwehren im Landkreis weiter voranzutreiben.
Aber auch ein Blick in die Vergangenheit lohnte sich an diesem Nachmittag. Der 92-jährige Johann Schmidt trat vor mehr als 7 Jahrzehnten in die Feuerwehr Westerholt/Nenndorf ein. Unter tosenden Applaus erhielt der Jubilar durch Erwin Reiners seine verdiente Ehrung für die 70-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr.
Auch Werner Frerichs, ehemaliger Ortsbrandmeister in Westerholt, wurde während der Versammlung durch Reiners geehrt. Er erhielt die Ehrennadel derOstfriesischen Feuerwehren für sein zeitintensives Engagement und sein Wirken zugunsten von "Gemeinsinn und Nächstenliebe" in Ostfriesland.

Jahreshauptversammlung 2018 in Westerholt

Samtgemeindebürgermeister Jochen Ahrends lobte nochmals die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehrleute in Holtriem. Nach einem anstrengenden Jahr und einer entbrannten Diskussion zwischen Politik und der Samtgemeindefeuerwehr blickt er nun zuversichtlich in die kommenden Jahre. So besichtigte Ahrends mit einer Abordnung aus Verwaltung und Feuerwehr zahlreiche Feuerwehrhäuser in der Umgebung, um Ideen für den Neubau der Feuerwachen in Holtriem zu sammeln. Laut Ahrends, soll der Neubau der Feuerwache in Blomberg 2019 abgeschlossen sein. Aber Ahrends betonte auch, dass der Neubau von erstmal drei angedachten Feuerwehrhäusern (Entscheidung für den Bau einer vierten Wache vertagt) an der finanziellen Belastungsgrenze der Samtgemeinde Holtriem liegt. Außerdem erhofft sich Ahrends durch den Neubau der Feuerwehrhäuser, die Attraktivität der Feuerwehren in Holtriem zu steigern, um neue Mitglieder in den einzelnen Abteilungen der Wehren zu generieren.