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Wichtige Institution in Ochtersum

Ich stelle mit Erstaunen fest, dass ein Bürgermeister in Ochtersum gewählt wurde, der nicht für seine Mitbürger – sprich in diesem Fall die Feuerwehr Ochtersum einspringt. „Ich sitze zwischen zwei Stühlen“, so die Aussage des Bürgermeisters Pfaff. Ich war an diesem Morgen wie von den Socken. Diesen Satz musste ich mir erst mal zu Gemüte führen. Stehen hier finanzielle Angelegenheiten über den Sozialkompetenzen einer Dorfregion wie Ochtersum? Die Feuerwehr Ochtersum ist seit Bestehen eine wichtige Institution im Ort. Eine Feuerwehr im Ort zu haben, heißt Bürgernähe aber auch Brandschutz und somit Sicherheit. Sie sind teamfähig, zuverlässig und pflichtbewusst.

Monika Gerdes Schweindorf

Steht ein für eure Feuerwehr

Ich bin selbst aktiv als Feuerwehrmann und im Feuerwehr-Oldtimerbereich tätig. So bekomme ich durch meine Deutschland weiten Kontakte die vielfältigen Probleme um das Thema Feuerwehr mit.

Dieser Leserbrief ist in erster Linie an die Entscheidungsträger in Rat und Verwaltung und in zweiter an die Mitbürger gerichtet, die nicht in der Feuerwehr sind: Es steht schon lange geschrieben, dass die Gemeinden und Städte den Brandschutz sicherzustellen haben. Das ist mit der Aufstellung und Unterhaltung einer Feuerwehr getan. Dass dieses Geld kostet, das sollte doch jedem klar sein. Nur damit ist es ja nicht getan.

Es liegt nun an den Menschen, die freiwillig Dienst für ihre Mitmenschen in der Feuerwehr leisten. Noch. Werden die Rahmenbedingungen für diese freiwilligen Feuerwehr-Frauen und -Männer weiter verschlechtert, wird es bald wieder wie in früheren Zeiten den Löscheinsatz mit Löscheimer im Rahmen der Nachbarschaft geben, wenn sich dann noch Nachbarn finden.

Liebe Vertreter von Rat und Verwaltung, lasst die Kirche im Dorf und auch die Feuerwehr dort, wo sie hingehört und noch Freiwillige hat.

Man kann schon jetzt sehen, dass es in einigen Landstrichen Pflichtfeuerwehren oder auch gar keine Feuerwehren mehr gibt. Die Rettungswege werden länger und resultierend daraus: höhere Sachschäden und Personenschäden. Was wird das kosten? Und dann der Aufschrei der hilfsbedürftigen Mitbürger.

Und nun an die Mitbürger, die nicht in der Feuerwehr sind: Steht ein für eure Feuerwehr, lasst sie nicht im Regen stehen, sonst steht ihr selbst irgendwann im Regen.

Das betrifft nicht nur Holtriem, das betrifft uns alle.

Michael Förster Asel

Artikel „In Holtriem brennt’s“, Ausgabe vom 9. August.

Investitionsmittel für Wehren gerecht teilen

In diesem Brief nehme ich, auch im Namen einiger Familienmitglieder, Stellung zu dem oben genannten Artikel.

Viele Menschen dachten, es kehre endlich etwas Ruhe in unserer Samtgemeinde ein und nun steuert schon wieder Jemand auf Konfrontationskurs. Dieser Jemand hat mehrere Namen und sorgt für Ärger, Wut, Enttäuschung, Zwietracht und Politikverdrossenheit. Ein beträchtlicher Teil der Samtgemeindeeinwohner fühlt sich verlassen.

Die Freiwillige Feuerwehr ist ins Visier von Machtgebahren, Finanz- und Parteipolitik geraten. Noch ist Zeit, das Ruder herumzureißen und eine einvernehmliche Lösung zu finden. Der Vorwurf der Verschwendung von Steuergeldern steht im Raum.

Die Freiwillige Feuerwehr hat aus der Not heraus eine lange Tradition und zudem einen enorm hohen sozialen Stellenwert. Das soziale Engagement, generationsübergreifend, wertevermittelnd und gemeinschaftsfördernd findet in der Form nicht seinesgleichen und kann als solches nicht ersetzt werden.

Das war das eine, die Kernaufgaben der freiwilligen Feuerwehr bestehen immer noch im Schutz der Bevölkerung im Katastrophenfall, bei Brand und Rettung.

Die Freiwillige Feuerwehr Ochtersum ist abends, in der Nacht und am Wochenende personell bestens aufgestellt und einsatzbereit. Die aktiven Feuerwehrleute können doch nicht dafür bestraft werden, dass sie berufstätig sind und nebenbei immer vollen Einsatz bei Tag und Nacht und am Wochenende zeigen.

Die Samtgemeinde will investieren. Die geplanten 3,9 Millionen Euro, die die Samtgemeinde bereit ist, in die Hand zu nehmen, müssen nach meiner Meinung gerecht aufgeteilt werden, damit alle Feuerwehrstandorte erhalten bleiben.

Nennenswerte Teile der Bürger der Samtgemeinde Holtriem sind extrem frustriert vom Verhalten der Kommunalpolitiker. Solch selbstgemachter Ärger ist nicht das, was eine Samtgemeinde sich heutzutage aufhalsen sollte. Eine gute Lösung für alle Beteiligten ist das Ziel.

Ich appelliere an die Vernunft aller verantwortlichen Kommunalpolitiker, damit wir gemeinsam in eine erfolgreiche und friedliche Zukunft gehen.

Rita Hayen Westerholt

Artikel „In Holtriem brennt’s“, Ausgabe vom 9. August.

Quelle: Harlinger